Hier dürfen in Zukunft noch Tattoos entfernt werden

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In Deutschland dürfen bald nur noch Ärzte per Laser Tätowierungen und permanentes Make-Up entfernen. Das hat der Bundesrat am Freitag in Berlin entschieden. Aber was bedeutet das jetzt für uns?

Wenn in Zukunft nur noch Ärzte Tattoos und permanentes Make-Up entfernen dürfen, wird die Wartezeit auf einen Termin vermutlich länger. Denn es gibt weniger Anlaufstellen: Bisher bieten beispielsweise auch private Kosmetikstudios solche Eingriffe an.

Ursprünglicher Gesetzesentwurf wurde schon gelockert

Der Regierungsentwurf der betreffenden Strahlenschutzverordnung hatte ursprünglich vorgesehen, dass in Zukunft nur Hautärzte und plastische Chirurgen dazu berechtigt sein sollten. Der Bundesrat beschloss jetzt aber eine etwas abgeschwächte Variante des Gesetzes. Nämlich, dass alle Ärzte mit entsprechender Fachkunde Tattoos entfernen dürfen. Damit sie ausreichend Zeit bekommen, sich solche Fachkenntnisse anzueignen, tritt die Neuregelung erst Ende 2020 in Kraft. Bis dahin dürfen solche Eingriffe auch noch in privaten Kosmetikstudios vorgenommen werden.

Ein Mann lässt sich ein Tattoo auf der Brust entfernen.

Es geht nicht nur um Tattoos

Das Gesetz soll allerdings nicht nur regeln, wer Tattoos entfernen darf und wer nicht – es geht um jegliche Anwendungen von sogenannter nichtionisierender Strahlung am Menschen. Darunter fallen laut dem Gesetz dann zum Beispiel auch Haarepilation, Hautstraffung und Fettreduktion – aber auch das Entfernen von permanentem Make-Up.

Die Verordnung gilt dagegen nicht für den Betrieb von UV-Bestrahlungsgeräten zu kosmetischen oder sonstigen Zwecken. Diese sind in der UV-Schutz-Verordnung geregelt. Ausgenommen sind außerdem alle Anwendungen, die „im Rahmen einer medizinischen Ausbildung“ erfolgen.

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