Deshalb ist es problematisch, wenn Google Maps Blitzer meldet

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Mit zwei neuen Funktionen soll die Karten-App von Google noch mehr Autofahrer begeistern: Google Maps ist auf allen Android-Handys vorinstalliert. Auch auf vielen iPhones lassen sich viele Nutzer lieber von Google Maps leiten, als von der Apple Karten App. Die beiden neuen Funktionen sind: Geschwindigkeitsbegrenzungen anzeigen und vor Blitzern warnen.

Blitzer vermehren sich rasant

Bislang gibt es die beiden Funktionen nur in den USA. Es steht noch nicht fest, wie schnell sie auch in Deutschland verfügbar sein werden. Klar ist aber: Autofahrer zahlen jedes Jahr zig Millionen Euro, weil sie zu schnell unterwegs sind. Gleichzeitig nimmt aber auch die Anzahl der festen und mobilen Blitzer ständig zu. Allein die Stadt Stuttgart hat mit Blitzern im Jahr 2017 mehr als elf Millionen Euro eingenommen. Vor fünf Jahren waren es ‘nur’ acht Millionen Euro. Kein Wunder, dass Autofahrer immer öfter versuchen, mit Blitzer-Apps die Lage in den Griff zu kriegen. Aber: Streng genommen ist eine Blitzer-Warnung per App allerdings verboten.

Während der Fahrt Blitzer checken ist verboten

Autofahrer dürfen sich während der Fahrt weder von Google Maps, noch von den meist kostenpflichtigen Blitzer-Apps warnen lassen! Wer dabei erwischt wird, muss eine Strafe von 75 Euro zahlen und bekommt auch einen Punkt in Flensburg. In der Straßenverkehrsordnung heißt es:

Wer ein Fahrzeug führt, darf ein technisches Gerät nicht betreiben oder betriebsbereit mitführen, das dafür bestimmt ist, Verkehrsüberwachungsmaßnahmen anzuzeigen oder zu stören. Das gilt insbesondere für Geräte zur Störung oder Anzeige von Geschwindigkeitsmessungen (Radarwarn- oder Laserstörgeräte).

Google Maps bezeichnet sich selbst als ‘mittelmäßig’

Google Maps baut bei der Entwicklung auf die App Waze. Das israelische Start-up hat die Tempolimits und Blitzer schon seit Langem in seiner App integriert. Ob Google Maps auch so gut funktioniert wie Waze, muss sich erst zeigen. Zwar gehört Waze inzwischen auch zum Google-Konzern, doch in den USA ist Google Maps noch lange nicht so weit wie Waze. Im vergangenen Herbst hat Google selbst die Daten-Qualität für die Richtgeschwindigkeit-Anzeige in Google Maps auf ‘mittelmäßig’ herabgestuft.

Grundsätzlich ist es besser, Google Maps im Offline-Modus zu benutzen. Das sorgt für weniger Ablenkung und verbraucht auch nicht so viel Daten und Akku. Der sicherste Weg, um Daten für seine täglichen Autofahrten zu nutzen, ist: sich vorher der Fahrt informieren. Also: Einfach vor der Fahrt fünf Minuten Zeit nehmen und die Stau- und Blitzerlage im Netz prüfen.

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