Bei WhatsApp und iPhone wird es jetzt ganz dunkel

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Apple und Windows haben es getan, Facebook plant es und schon bald soll es auch ein Dark Theme in den Chats von WhatsApp geben. Dunkler Hintergrund und helle Schrift, was soll das bringen?

Auf den ersten Blick sieht umstellen von hellen auf dunklen Hintergrund aus, wie eine unnötige Reise in die 70iger Jahre. Damals konnten die Computer mit Mühe und Not, Zeilen mit Zahlen und Buchstaben auf einem schwarzen Bildschirm darstellen.

Vor allem Apple-Mitgründer Steve Jobs wollte, dass wir auch am Rechner auf ein weißes Blatt Papier tippen, um so Computer auch bei Nicht-Nerds beliebt zu machen. Seit den 90ern ist also alles strahlend hell! Tagsüber ist das auch kein Problem. Viele schauen auch noch im Dunklen auf einen Bildschirm und das strengt die Augen an.

Die müden Augen der Smartphone-Junkies

Die Folge sind oft übermüdete, trockene Augen. Deshalb gehen Computer-Designer seit einiger Zeit dazu über, neben der Standard-Darstellung einen sogenannten Dark-Mode oder einen Nacht-Modus anzubieten. Augenärzte bestätigen die Wirkung. Professor Focke Ziemssen von der Augenklinik an der Uni Tübingen:

Unsere Nervenzellen reagieren auf Helligkeitsveränderungen und da scheint es wirklich so zu sein, dass weiße Schrift auf schwarzem Hintergrund besser ist. Ob es tatsächlich Auswirkungen auf die Entwicklung des Auges hat, müssen erst noch Studien belegen. Die Studien werden derzeit im großen Umfang in Asien durchgeführt.

WhatsApp hat auch bald eine dunkle Seite

Hell oder dunkel? So lange das jeder selbst entscheiden, bleibt alles friedlich. In vielen Firmen kommt es inzwischen immer öfter zu heftigen Diskussionen, wenn ganze Abteilungen sich auf einen Hintergrund einigen sollen. Wissenschaftler können hier wenig helfen. Es fehlen Testergebnisse über den Zeitraum von mehr als zehn Jahren, die belegen könnten, dass ein dunkler Hintergrund besser für unsere Augen ist.
Die Forschung begrüßt daher auch, dass auch WhatsApp einen Nachtmodus anbieten wird. Je mehr Messenger im Dunkeln auf dunklem Hintergrund genutzt werden können, desto eher lässt sich nachweisen, ob die Augen nach der Umstellung weniger gestresst werden.

Bei Video-Clips hilft dunkler Hintergrund

Augenärzte und Optiker sind sich beim Videos schauen schon einig: Dunkler Hintergrund ist hier besser als heller. Glotzen auf kleinen Bildschirmen, noch dazu mit kurzem Abstand, macht unsere Augen zwar nicht viereckig, das Licht kann aber unseren Schlaf stören. Der Abstand ist auch die Ursache für Kurzsichtigkeit. Dagegen hilft immer wieder Augen weg vom Bildschirm und in die Ferne schauen.

Nur weniger hilft wirklich

Gut für den Körper wäre auch zwei Stunden vor dem Einschlafen nicht mehr aufs Smartphone schauen. Viele sind dazu nicht bereit und deshalb versuchen die Techniker hier Verbesserungen zu finden.

Vorsicht vor blauem Licht

Zahlreiche Smartphones haben deshalb schon seit Jahren die Möglichkeit, die Blau-Anteile der Bildschirm-Beleuchtung zu bestimmten Zeiten zurückzufahren.

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